Mächtiges Konzert in der Isarphilharmonie München mit den Münchner Symphonikern, dem Münchner Konzertchor und dem Münchner Oratorienchor. Da stand gefühlt mehr Musiker auf der Bühne als im Publikum platz nahmen. Beethovens Neunte ist einfach fantastisch und wenn das so aufgeführt wird wie hier heute, dann geht man mit leichter Erpelpelle nach Hause. Ein riesiger Unterschied zum letztjährigen Konzert im Herculesssaal.

Freiheit, schöner Götterfunken

Beethoven etablierte sich als erster freischaffender Komponist in Wien und prägte die Musikgeschichte mit seinen Symphonien, die als “Ideendramen” verstanden wurden. Inspiriert von der Französischen Revolution, dem Humanismus und der Philosophie Kants, vermittelte er in seinen Werken Botschaften von Freiheit und Menschlichkeit. Die 9. Symphonie, mit Schillers Ode “An die Freude”, verkörpert diese Ideale und wurde später zum Symbol der Freiheit nach dem Fall der Berliner Mauer.

Beethoven komponierte seine 9. Symphonie zwischen 1817 und 1824, wobei er die Ode “An die Freude” von Schiller verwendete. Die Uraufführung fand am 7. Mai 1824 in Wien statt, obwohl Beethoven die Partitur bereits im September 1824 nach London geschickt hatte. Die Symphonie spiegelt Beethovens politische Enttäuschungen wider und vermittelt eine Botschaft der Menschheitsverbrüderung und des menschlichen Glücks.

Isarphilharmonie (Gasteig HP8), München

Sonntag, 28. Dezember 2025

19.30 - 20.45 Uhr